Geschichte

Seit mehr als 100 Jahren versorgen wir den Kanton Thurgau mit elektrischer Energie. Wir blicken auf eine erfolgreiche Geschichte zurück und richten uns weiter auf die Zukunft aus. Denn die bevorstehende Energiewende fordert viel Engagement von allen Energieversorgungsunternehmen.

Chronologie der Geschichte

2017

Im Januar 2017 gründete die EKT zusammen mit der Leucom Stafag AG die Betriebsgesellschaft für Telekom-Netzwerke Leucom EKT AG mit Sitz in Sulgen. Beide Partner sind mit je 50 Prozent daran beteiligt.

2016

Gemeinsam mit dem Verein Schloss Herdern gründet die EKT die Bioenergie Herdern AG. Eine grosse Biogasanlage wird ab 2018 Strom und Wärme erzeugen.

2015

Am 6. November 2015 wird die Wärme Aadorf AG gegründet. Der Fernwärmeverbund versorgt ab Sommer 2016 über 40 Liegenschaften mit umweltschonender Wärmeenergie. Am Unternehmen beteiligt sind die Gemeinde Aadorf sowie die schulenaadorf mit je fünf, die KIFA AG mit zehn und die EKT Holding AG mit achtzig Prozent. Im Juni eröffnet die EKT offiziell das neue Unterwerk Bischofszell sowie den Erweiterungsbau des Unterwerks Sulgen. Per 1. Januar 2015 übergibt die EKT das Verteilnetz Olmerswil an die Technischen Gemeindebetriebe Bischofszell.

2014

Die EKT startet am 15. September 2014 das mehrjährige Energieeffizienz-Förderprogramm "Thurgauer Energie-Fitness". Sie belohnt damit Unternehmen, die ihre Energieeffizienz innerhalb dreier aufeinander folgender Jahre um insgesamt 15 Prozent verbessern. Per 1. Januar 2014 übergibt die EKT das Verteilnetz Uttwil an das Elektrizitätswerk Romanshorn. Sie will sich auf das Mittelspannungsnetz konzentrieren.

2013

Per 1. Oktober 2013 lagert die EKT den Bereich Messdienstleistungen an die Spezialistin für Energiedatenmanagemnt und Messtechnik, SWiBi AG, aus.

2012

Die EKT verstärkt als Unternehmen des Kantons Thurgau das Engagement für die umweltschonende und regionale Energieproduktion. Die sichere, zuverlässige und günstige Stromversorgung bleibt vorrangige Aufgabe. 

2011

Die EKT bietet gemeinsam mit den Energieversorgungsunternehmen neu «Thurgauer Naturstrom» an. Im März schockiert das Unglück in den Kernkraftwerken in Fukushima die ganze Welt. Der Bundesrat und das Parlament beschliessen darauf den schrittweisen Atomausstieg. Die hebbag übernimmt von der Gemeinde Bichelsee-Balterswil das bestehende Fernwärmenetz und wird neu zur Lieferantin von Fernwärme für Industrie-, Gewerbe- und Privatliegenschaften.

2009 - 2010

Am 8. Juni 2009 wird die hebbag AG in Bichelsee-Balterswil gegründet. Sie produziert Wärme und Strom aus der Verwertung von Restholz. Ende 2009 erzeugt eine Photovoltaikanlage auf einem EKT-Unterwerk Strom. Vier weitere folgen bis Ende 2010. Im 2010 lanciert die EKT das Stromeffizienz-Förderprogramm «Clever Strom sparen» für Privathaushalte, KMU und Gemeinden.

2008

Die EKT verliert nach dem Zusammenbruch der Bank Lehman Brothers 28 Millionen Franken. Der damalige Finanzchef wird verurteilt, weil er Provisionszahlungen in die eigene Tasche steckt. Ab dem 1. Oktober 2008 betreibt die EKT AG das Stromnetz der Gemeinde Uttwil.

2007

Per 1. Januar 2007 betreibt die EKT neu das Stromnetz des Weilers Olmerswil. Die EKT Holding AG gründet am 24. Januar 2007 die EKT Energie AG. Ihr Hauptgeschäft ist die Beschaffung und der Vertrieb von Strom.

2005

Der Unternehmensname wird auf EKT AG verkürzt und die EKT Holding AG wird als Dachgesellschaft gegründet. Besitzerin der EKT Holding AG ist der Kanton Thurgau.

2002

Jahrelang wurde der Zusammenschluss der nordostschweizerischen Elektrizitätswerke und der Axpo zu einem Unternehmen vorbereitet. Das Projekt mit Namen «Hexagon» scheitert wegen dem unerwarteten Nein aus dem Kanton Zürich.

2001

Aus der NOK geht, 87 Jahre nach ihrer Gründung, die Axpo Holding AG hervor. Die EKT wird am 1. Oktober 2001 zu einer selbstständigen Aktiengesellschaft umgewandelt.

1986

Am 26. April 1986 explodiert der Reaktor im Kernkraftwerk Tschernobyl. Die radioaktiven Stoffe machen nicht nur die direkte Umgebung für mehrere hundert Jahre unbewohnbar, sie erreichen auch die Schweiz. Im Thurgau sind besonders Gemüsebauern betroffen, die ihre Ernte aufgrund zu hoher radioaktiver Werte nicht mehr verkaufen dürfen.

1984

Die Unterwerke und Schaltanlagen werden kontinuierlich automatisiert. Die erste Netzleitstelle wird in Frauenfeld gebaut.

1977

Die EKT schafft eine Kleindatenverarbeitungsanlage «IBM System/34» an. Sie ist eine preiswerte Alternative zu den damals führenden IBM-Grossrechnern.

1956 - 1969

Die Hochkonjunktur verlangt nach mehr Energie. Es ist schwierig, die Nachfrage zu decken. Durch den Staat verordnete Sparmassnahmen sind immer wieder nötig. Im Ausland gibt es bereits Kernkraftwerke. Am 1. September 1969 geht Beznau 1, ein Druckwasserreaktor mit 365 Megawatt Nettoleistung ans Netz. Es ist das erste Kernkraftwerk der Schweiz. 

1960

Per 1. Oktober 1960 wurde das Geschäftsjahr vom Kalenderjahr auf das hydrologische Jahr umgestellt.

1947

Die Speicherseen sind Anfang Jahr so schlecht gefüllt, dass die Stromerzeugung zurückgeht. Die Stromnutzung muss wieder eingeschränkt werden. Gewerbe und Industrie müssen den Verbrauch um 15% senken.

1939 - 1945

Während des 2. Weltkrieges ist die Energie so knapp wie noch nie. Kohle und Erdölprodukte können nur schwierig importiert werden. Die Eidgenössischen Behörden erlassen Einschränkungen für die Nutzung von Strom. Im Thurgau steigt der Stromabsatz 1944 dennoch um 23,4%. 

1927 - 1936

Am Donnerstag, den 24. Oktober 1929, brechen die Börsenkurse stark ein. Der «Black Thursday» wird zum Beginn einer grossen Weltwirtschaftskrise. Viele Unternehmen gehen Konkurs. Millionen Menschen fallen in tiefste Armut. Die Krise wirkt sich in der Schweiz verspätet zwischen 1931 und 1936 aus. Dennoch schreitet die Elektrifizierung im Thurgau weiterhin voran.

1919 - 1921

Der Stromverbrauch im Jahr 1919 steigt um 20% gegenüber dem Vorjahr. Zeitweise muss der Strom rationiert werden und der Preis erhöht sich stark. Ende 1921 sind nahezu alle Gebäude im Thurgau am Stromnetz angeschlossen.

1915

In Arbon wird das Verwaltungsgebäude gebaut. 

1914 - 1917

Der 1. Weltkrieg tobt in ganz Europa. Die Schweiz bleibt militärisch verschont. Die Nachfrage nach Strom steigt sogar kontinuierlich. Die Energieversorgung ist während des Krieges zu 40% vom Ausland abhängig (Kohle, Erdöl). Die EKT leidet unter dem Fehlen des Kupferdrahtes für den Netzausbau. 

1914

Der Kanton Thurgau und acht weitere Kantone gründen die Nordostschweizerischen Kraftwerke AG (NOK). Die EKT hält eine Beteiligung von 12%.

1912

Am 1. Januar 1912 gründet der Kanton das Elektrizitätswerk des Kantons Thurgau (EKT) als selbstständige Anstalt des öffentlichen Rechts. Der Geschäftssitz ist in Arbon. 

1911

Der Kanton Thurgau entscheidet sich, eigene Wege zu gehen. Nach dem Volksentscheid werden sämtliche Anlageteile und Energielieferverträge der KBT auf thurgauischem Gebiet erworben.

1905

Die Elektrische Kraftversorgung Bodensee-Thurtal (KBT) wird gegründet. Sie versorgt zirka 40 Gemeinden am südlichen Bodenseeufer und im Thurtal von Bischofszell bis Frauenfeld mit der «elektrischen Kraft».