Contracting

Contracting rechnet sich:
Wir übernehmen die Kapitalkosten und die Risiken. 

Beim EKT-Contracting handelt es sich um ein individuell auf Liegenschaftenbesitzer und Firmen abgestimmtes Finanzierungsmodell für innovative, umweltfreundliche Energiesysteme. Damit halten Sie Ihre Kapitalkosten tief, und bei Bedarf übernehmen wir auch die technischen Risiken. Mit diesem Rückhalt lässt sich der Wechsel auf ein energieeffizientes Energiesystem leicht vollziehen und ist für Sie vor allem kalkulierbar.

Contracting-Produkte

EKT Contracting stellt Ihnen drei Produktpakete zur Verfügung:   

  • Werkvertrag
  • Anlagencontracting
  • Energiecontracting

Je nach Produktpaket unterscheidet sich das Leistungsangebot. Vom einfachen Werkvertrag für eine Wärmepumpe bis hin zu einem komplexen Energiesystem, das wir für Sie realisieren, betreiben und unterhalten.


Der Weg zu Ihrem modernen Energiesystem.

Ausführliche Analyse und Beratung: Grundlage für ein kostengünstiges Energiesystem bildet die Analyse des Energiebedarfs. Neben den absoluten Energiemengen sind auch Informationen zur Verteilung des Energiebezugs wichtig. Weitere bedeutende Faktoren stellen die Präferenzen des Kunden und lokale Gegebenheiten dar.

Planung/Projektleitung/Qualitätssicherung: EKT-Contracting bietet diesen Prozessschritt aus einer Hand. Das heisst: Der Planer trägt auch die Verantwortung für die Projektleitung und ist Ansprechpartner für den Kunden. Dies macht es möglich, dass Praxiswissen bereits in der Planungsphase einfliessen kann und Lösungen erarbeitet werden, die sich bewähren. Die Qualitätssicherung richtet sich nach den höchsten Standards.

Realisierung: Der Projektleiter kümmert sich nicht nur um das Energiesystem, sondern stellt auch die Koordination mit anderen Gewerken (Verteilung, Steuerung) sicher und ist Ansprechpartner für Fragen, die sich beim Bau ergeben. Die Inbetriebnahme erfolgt unter der Leitung und Verantwortung des Projektleiters von EKT-Contracting zusammen mit den Verantwortlichen der angrenzenden Gewerke.

Finanzierung:
EKT-Contracing ist ein flexibles Finanzierungsmodell. Wir erarbeiten mit den Projektpartnern ein Konzept, das langfristig tragfähig ist. Das klassische Contracting ist eine der möglichen Lösungen. Vor allem bei grossen Projekten kann es aber sinnvoll sein, zusammen mit den Investoren alternative Konzepte zu entwickeln.

Betriebsführung: Energiesysteme, die erneuerbare Energieträger nutzen, sind auf eine lange Nutzungsdauer angelegt. Eine Erdwärmesonde zum Beispiel kann über Jahrzehnte genutzt werden, wenn sie richtig dimensioniert ist. Für derart lange Vertragsdauern ist es entscheidend, einen Partner zu wählen, der Kontinuität bietet – wie die EKT, die seit über 100 Jahren tätig ist. Im Bedarfsfall können wir auf Spezialwissen zurückgreifen: in den Bereichen Kommunikation, Netzbau oder Führung einer Netzleitstelle mit garantiertem 24-Stunden-Betrieb. Neue Entwicklungen finden laufend Eingang in die Projektarbeit, da die EKT selbst eigene Anlagen betreibt, die neue erneuerbare Energien produzieren.

Beschaffung Primärenergie: Geothermische Anlagen benötigen Strom, um die Energie verfügbar zu machen. Die EKT betreibt im Kanton Thurgau das Mittelspannungsnetz (NE5) und beliefert die lokalen Energieversorgungsunternehmen mit Strom, den diese an die Verbraucher weitergeben. Diese enge und langjährige Zusammenarbeit ermöglicht es uns, Beschaffungskonzepte zu entwickeln, die präzise auf die Kunden zugeschnitten sind. Werden Holz oder andere Primärenergieträger eingesetzt, kann EKT-Contracting auf Partner in der Holzindustrie oder andere Lieferanten zurückgreifen und langfristig orientierte Lieferverträge ausarbeiten, um die Energiekosten für unsere Kunden planbar zu machen.

Energieträger zur Wärmegewinnung

Vier natürliche Energieträger bieten sich zur Wärmegewinnung an:
 
Holz: Holz ist ein günstiger, einheimischer und nachwachsender Energieträger und kann zur Erzeugung von Komfortwärme für Wohn- und Geschäftsliegenschaften genutzt werden. Dank den hohen Verbrennungstemperaturen ist Holz auch ideal zur Herstellung von Warmwasser und Dampf mit einem Druck bis zu 16 Bar. Abgestimmt auf die Anlagengrösse und die lokalen Gegebenheiten werden verschiedene Brennstoffqualitäten eingesetzt: Pellets eignen sich für kleine Anlagen und ermöglichen einen weitgehend unbeaufsichtigten Betrieb; bei grösseren Anlagen kommen Holzschnitzel zum Einsatz.
 
Sonne: Die thermische Nutzung der Sonnenenergie wird vor allem für die Unterstützung anderer Primärenergieträger eingesetzt wie beispielsweise eine Wärmepumpe mit Erdsonde oder eine Pelletheizung. Die Wärme aus den Solarkollektoren wird in einem Pufferspeicher eingelagert. Photovoltaikanlagen, die Strom produzieren, sind in den letzten Jahren deutlich günstiger geworden. Während die Kilowattstunde um die Jahrtausendwende noch 1 Franken kostete, liegen die Gestehungskosten bei Grossanlagen heute unter 30 Rappen.
 
Geothermie: Im Wohnbau setzt sich die Nutzung der Geothermie (Erdwärme) immer mehr durch. Mit Erdsonden wird dem Untergrund Wärme entzogen und über Wärmepumpen auf das gewünschte Temperaturniveau gebracht. Konventionelle Wärmepumpen können heute Temperaturen von bis zu 70 Grad Celsius liefern. Die Systeme laufen voll automatisiert, und bei Grossanlagen werden Überwachungssysteme integriert, die eine Fernwartung zulassen. Die tiefe Geothermie (ab 400 Meter Bohrtiefe) ermöglicht die direkte Nutzung der Erdwärme ohne Umweg über eine Wärmepumpe. Da keine Temperaturanhebung notwendig ist, kann diese Technologie bei einem sehr grossen Energiebedarf eine Alternative darstellen. Die Temperaturen sind abhängig von der geologischen Struktur und Bohrtiefe.
 
Wasser: Zur Gewinnung von Wärme eignet sich Wasser ausgezeichnet. Einerseits können Grundwasservorkommen und Quellen, andererseits auch das riesige Energiepotenzial im Bodensee genutzt werden. Um die Qualität des Trinkwassers nicht zu beinträchtigen, muss sehr vorsichtig geplant und gebaut werden – es gelten rigorose Nutzungsvorschriften. Da der Bodensee ein internationales Gewässer ist, erteilt der Kanton Thurgau Konzessionen erst nach einer Länderkonsultation.
Aus dem Wasser werden 2 bis 3 Grad Celsius entnommen und mit Wärmepumpen auf das gewünschte Temperaturniveau angehoben. Da Wasser – im Vergleich etwa zu Luft – eine hohe Dichte hat, ist diese Wärmegewinnung ausgesprochen effizient. Bei optimaler Auslegung der Anlage können bis zu 80 Prozent der Energie aus der Umwelt gewonnen werden. Im Sommer werden die Anlagen auch zur passiven Kühlung eingesetzt – und auch dies mit einem sehr hohen Wirkungsgrad.