Informationsplattform für E-Mobilität und Ladeinfrastrukturen

Bei der E-Mobilität ist die Reichweite der Fahrzeuge das zentrale Thema. Heute sind bis 400 km pro Ladung möglich und bald Standard. Dabei ist zu beachten: Ein E-Mobil ist nicht per se umweltfreundlich, sondern nur dann, wenn der Strom aus erneuerbarer Energiequellen stammt. 

Elektrisch angetriebene Fahrzeuge lassen sich mit weniger Energie versorgen als Autos, die mit fossilen Brennstoffen wie Benzin oder Diesel betrieben werden. Entsprechend dichter muss das Netz an Ladestationen sein, verglichen mit herkömmlichen Tankstellen. Und so geht mit der angestrebten Zunahme der E-Mobilität eine massive Umwälzung der Energieversorgung einher – sowohl was die Menge als auch was die Herkunft betrifft.

Die Herkunft des Stroms ist für das Thema Umweltfreundlichkeit von E-Mobilität ein bedeutendes Kriterium: Wird Strom aus erneuerbaren Quellen wie Wasser und Sonne «getankt», fährt das E-Mobil sauber; wird hingegen Kohlestrom eingesetzt, ist die Umweltbilanz kaum besser als bei konventionellen Antrieben.


Leistung

Ladestationen unterscheiden sich in erster Linie in der Art des Stroms, den sie anbieten. Wechselstromlader (AC-Lader) sind am häufigsten anzutreffen, daneben gibt es die Gleichstromlader (DC-Lader), auch «Schnelllader» genannt. AC-Lader decken den Leistungsbereich ab etwa 2 kW bis zu etwa 44 kW ab. DC-Lader erbringen üblicherweise eine Leistung ab 100 kW.

Die Leistung beeinflusst die Ladegeschwindigkeit: Doppelte Leistung bedeutet halbe Ladezeit: Mehr Informationen unter Ladetechnik.

Energie

Der Wechsel von fossil zu elektrisch angetriebenen Fahrzeugen hat vor allem die Reduktion des CO2-Ausstosses aus dem Strassenverkehr zum Ziel. Das bedingt, dass der Strom für die Mobilität entsprechend umweltfreundlich produziert wird.

Verbrauch

Der Wirkungsgrad von Elektromotoren ist im Vergleich zu fossil angetriebenen Motoren deutlich besser. Das spiegelt sich im Verbrauch: 1 Liter Diesel oder Benzin entspricht einer Energiemenge von rund 12 kWh. Bei einem Verbrauch von 6 l/100km werden also 72 kWh benötigt. Dagegen benötigen E-Mobil-Modelle wie zum Beispiel der VW e-UP 11,7 kWh/100km und der Tesla Model X 21.7 kWh/100km.

Der Verbrauch eines E-Mobils liegt also etwa zwei Drittel tiefer als der eines fossil angetriebenen Fahrzeugs. Eine Tankfüllung für die Strecke von 400 km kostet beim Tesla Model X etwa 18 Franken, während sie bei einem ähnlichen grossen SUV gegen 70 Franken wert ist. Mehr Informationen unter Fahrzeuge.

Standort

Die Anforderungen an die Ladeinfrastruktur sind stark vom Standort abhängig. So kann eine Ladestation zu Hause mit relativ wenig Leistung betrieben werden, und in der Tiefgarage wird  höchstens ein Schlüsselschalter für die Zutrittskontrolle gewünscht.

Am Arbeitsplatz ist es sinnvoll, wenn der E-Mobil-Fahrer die Ladefunktion mit dem bereits vorhandenen Badge oder Schlüssel freischalten kann. Ähnlich im Hotel, wo die Nutzungsgebühr dann direkt auf der Zimmerrechnung erscheinen könnte. Im Detailhandel ist es denkbar, dass die Kundenkarte als «Schlüssel» dient.

Immer mehr öffentliche Institutionen wie Gemeinden und Energieversorger werden künftig Ladestationen im öffentlichen Raum installieren. Meist dürfte dazu eine 24/7-Überwachung sowie ein Abrechnungssystem vorgesehen sein, das auch von auswärtigen Gästen genutzt werden kann. Mehr Informationen unter Ladetechnik.

Installation

Zum Vergleich: Der Racletteofen braucht in der Aufheizphase während einiger Minuten die volle Leistung; später wird er nur gelegentlich und während weniger Minuten Leistung beziehen und nach einer Stunde ganz ausgeschaltet. Wer hingegen daheim ein E-Fahrzeug auflädt, bezieht über viele Stunden hinweg viel Leistung. Das heisst, die Leitungsbelastung ist damit deutlich grösser als beim Racletteofen. Mehr Informationen unter Installation.