Richtig «getankte» E-Mobile helfen bei der CO2-Reduktion

Die E-Mobilität erhöht den Bedarf an Strom, senkt jedoch den Gesamtenergieverbrauch und trägt damit massgeblich zur Schonung der Umwelt bei – mit einer Bedingung: Der Strom muss aus erneuerbaren Quellen stammen.

Etwa ein Drittel des Gesamtenergieverbrauchs in der Schweiz wird für Treibstoffe eingesetzt (Quelle: Gesamtenergiestatistik des Bundesamts für Energie). Diese emittieren einen entsprechend grossen Anteil an CO2, das wir gemäss den Umweltzielen der schweizerischen Verkehrspolitik* in den kommenden Jahren deutlich reduzieren wollen. In der gleichen Statistik beträgt der Anteil Strom 25%. Werden die Treibstoffe durch Strom ersetzt, steigt der Stromverberbrauch dank des deutlich besseren Wirkungsgrads von Elektromotoren um 11%, während der Gesamtenergieverbrauch um etwa 22% abnehmen würde.

Allerdings muss sichergestellt werden, dass der zusätzlich benötigte Strom aus erneuerbaren Quellen stammt. Diesen Anteil Strom aus erneuerbaren Quellen will der Kanton Thurgau mit verschiedenen Aktivitäten und einem ausgebauten Förderprogramm deutlich steigern.

* «Ziel der schweizerischen Verkehrspolitik ist es, die Vorteile der verschiedenen Verkehrsträger durch die Förderung des öffentlichen Verkehrs, des Langsamverkehrs und der Verlagerung des Güterschwerverkehrs auf die Schiene zu kombinieren. Die verkehrsbedingte Belastung der Umwelt soll auf ein langfristig unbedenkliches Niveau reduziert und der Energieverbrauch gesenkt werden. Zudem sollen Massnahmen umgesetzt werden, damit die externen Kosten den verursachenden Verkehrsteilnehmern belastet werden.»  (Aus: Umweltbericht 2011 des Bundesamtes für Umwelt)

Stromqualität

Strom, der aus der Dose kommt, ist auf den ersten Blick «sauber». Berücksichtigt man aber die Produktionsart, sind grosse Unterschiede bei der CO2-Belastung erkennbar. Es liegt auf der Hand, dass Strom aus Schweizer Wasserkraft oder der eigenen Solaranlage weniger Emissionen verursacht als Strom, der in einem Braunkohlekraftwerk über eine Distanz von 1'000 km transportiert werden muss.

EKT unterstützt deshalb die Idee, dass für das Aufladen von E-Mobilen ausschliesslich Thurgauer Naturstrom eingesetzt wird.