36 Jahre EKT: «Es war eine coole, eine spannende Zeit»
Nach mehr als 36 Jahren bei der EKT AG verabschiedet sich Ralph Stein, Leiter IT der EKT AG, Ende September in den (Un-)Ruhestand. Im persönlichen Rückblick spricht er über seinen ungewöhnlichen Start, permanente Veränderungen, ein starkes Team und darüber, warum er der EKT AG all die Jahre treu geblieben ist.
Als Ralph Stein am Montag, dem 16. Juli 1990 zum ersten Mal als «EDV-Supporter» bei der EKT AG zu arbeiten beginnt, ahnt er noch nicht, dass daraus eine über 36-jährige Erfolgsgeschichte werden würde. An seinen Einstieg erinnert er sich aber noch heute mit einem Schmunzeln: «Als ich an meinem neuen Arbeitsplatz im Dachgeschoss in Arbon das erste Mal die Schublade meines Tisches öffnete, wuselte dort allerlei Getier, es lebte richtiggehend darin.» Die pragmatische Lösung seines Chefs, darauf angesprochen, war eine Spraydose mit Insektenvernichter und die Aufforderung, das Problem doch bitte gleich selbst zu beseitigen…
Ein paar Tage später, Ralph Stein sollten auf einer «Tour de Unterwerk» die Unterwerke der EKT AG nähergebracht werden (Unterwerke sind unbewohnte Gebäude mit Transformatoren, die die Hochspannung in Mittelspannung heruntertransformieren), wurde die Einführung abrupt unterbrochen: Per Telefonanruf wurden die beiden informiert, dass am Nachmittag wegen Temperaturen von über 30 Grad «hitzefrei» ausgerufen wurde. Und sie daher ihre geplante Tour auf ein anderes Datum verschieben sollten. «Da dachte ich mir: Das ist ein richtig gutes Unternehmen, hier gefällt es mir.»
Eine Arbeitgeberin, die zu den Mitarbeitenden schaut
Was ihn bei der EKT von Anfang an tief beeindruckt habe, sei die schon immer vorbildliche Unternehmenskultur gewesen: Im Vergleich zur Industrie, aus der er kam, erlebte er die EKT immer als Arbeitgeberin, die ihre Mitarbeitenden wertschätzt und unterstützt. «Hier pflegte man die Mitarbeitenden und schaute gut zu ihnen.» Über die Jahrzehnte hinweg habe sich daran nichts geändert. «Die Herausforderungen in meinem beruflichen Umfeld blieben spannend, das Umfeld kollegial. Ich wurde auch immer bei mehreren Weiterbildungen und Nachdiplomstudien unterstützt und durfte dann die Leitung der IT übernehmen und so auch mehr Verantwortung tragen. Gleichzeitig liessen sich durch meinen Job bei der EKT Beruf und Familie optimal miteinander verbinden», wie er sagt. So habe er es beispielsweise immer sehr geschätzt, am Mittag zu Hause essen zu können. «Die Familie, die Kinder, der Arbeitsplatz – das hat alles wunderbar zusammengepasst.»
Veränderungen als ständige Begleiter
Ralph Stein fällt nicht leicht, zu sagen, was denn die grösste Herausforderung seiner Karriere gewesen sei – viel zu schnell habe sich die IT-Welt gewandelt. «Veränderungen und damit auch Herausforderungen gehörten bei uns immer dazu. Das war quasi unser daily Business.» Genau diese Dynamik sei aber auch der Grund gewesen, weshalb seine Arbeit über all die Jahre so spannend geblieben sei.
Ralph Stein ist stolz auf das, was er zusammen mit seinem Team in den vergangenen 36 Jahren auf die Beine gestellt hat: «Als ich anfing, waren die wenigen Computer langsam und das Aufsetzen ging gefühlt ewig. Dann kamen die Microsoft-Systeme, und parallel dazu haben wir die gesamten Firmennetzwerke aufgebaut; immer natürlich auf höchstem Niveau, was die Sicherheit angeht. Mittlerweile können unsere beinahe 200 Mitarbeitenden fliegend und unterbruchsfrei von unterwegs ins Home Office und von dort ins Büro wechseln, sie merken nichts von irgendwelchen Übergängen. Der nächste Schritt nun ist der Wechsel in die Cloud, der jetzt je länger je zwingender wird.»
Ganz besonders stolz aber ist Ralph Stein rückblickend auf die Menschen, mit denen er zusammenarbeiten durfte. «Dass wir als Team über so viele Jahre zusammengeblieben sind, bedeutet mir sehr viel.» Viele Kolleginnen und Kollegen hätten ihn über eine lange Zeit begleitet. Und auch neue Mitarbeitende hätten ihm regelmässig positive Feedbacks zur Zusammenarbeit gegeben. «Für mich ist dies immer die schönste Bestätigung meiner Arbeit als Führungskraft gewesen», sagt Ralph Stein.
«Die grosse EKT-Familie»
Gab es Kolleginnen oder Kollegen, mit denen er am liebsten gearbeitet hat? «Mit allen» sagt er und fügt gleich an, dass die Zusammenarbeit über die Jahre hinweg immer von Vertrauen, Loyalität und gegenseitiger Unterstützung geprägt gewesen sei. «Ich habe die EKT daher als eine einzige, grosse Familie wahrgenommen.»
Seinen Kolleginnen und Kollegen gibt Ralph Stein einen Ratschlag mit, der ihn selbst in über drei Jahrzehnten durch viele herausfordernde Situationen begleitet hat: «Die Suppe wird nicht so heiss gegessen, wie sie gekocht wird. Oder anders gesagt: Erst aufnehmen. Dann überlegen. Dann handeln.» Ein weiterer Tipp habe sich für ihn ebenfalls bestens bewährt: «Heikle E-Mails sollte man lieber erst am nächsten Tag absenden, nachdem man sie noch einmal mit dem nötigen Abstand durchgelesen hat.»
«Eine coole, spannende Zeit»
Was er nach seinem Abschied am meisten vermissen wird, kann Ralph Stein jetzt noch nicht sagen: «Das merkt man wohl erst, wenn man dann selber an diesem Punkt angekommen ist.» Man spürt es aber: Ralph Stein blickt mit grosser Vorfreude auf die kommende Zeit. «Langweilig wird mir bestimmt nicht: Unsere zwei Enkelinnen halten die Familie auf Trab, und mit einem neuen Camper stehen bereits zahlreiche Reisen durch Europa auf dem Programm.»
Wenn Ralph Stein seine 36 Jahre bei der EKT AG in einem einzigen Satz zusammenfassen müsste, so würde dieser so lauten: «Es war eine coole, spannende Zeit». Dem können wir nicht viel hinzufügen, sondern einfach nur sagen: Danke, Ralph, für die vergangenen 36 Jahre. Alles Gute, viel Freude und Zufriedenheit in Deinem neuen Lebensabschnitt.