Energie effizienter nutzen, Fernwärmenetze schützen und CO₂ speichern
Wie lässt sich der Energieverbrauch in Unternehmen optimieren? Wie können Satelliten Schäden in Fernwärmenetzen erkennen? Und wie kann CO₂ dauerhaft aus der Atmosphäre entfernt werden? Die EKT Energiestiftung unterstützt zwei neue Innovationsprojekte und beteiligt sich an einem Unternehmen, das eine neuartige Technologie zur CO₂-Speicherung entwickelt.
Der Stiftungsrat der EKT Energiestiftung hat sich nach intensiver Evaluation für die Förderung drei neuer Vorhaben entschieden, welche das Engagement für eine sichere und nachhaltige Energieversorgung wesentlich erweitern. Im Zentrum stehen praxistaugliche Lösungen, die Energieverluste reduzieren, vorhandene Ressourcen effizienter nutzen und einen Beitrag zum Klimaschutz leisten können.
«Neue Technologien müssen nicht nur technisch überzeugen, sondern sich auch in der Praxis bewähren. Deshalb unterstützen wir gezielt die Entwicklung und Erprobung innovativer Lösungen und ermöglichen mit Beteiligungen auch deren unternehmerische Weiterentwicklung», erklärt Fabian Etter, Präsident des Stiftungsrats der EKT Energiestiftung.
Fünf Unternehmen für intelligentes Energiemanagement gesucht
Die Rey Technology AG aus Sirnach entwickelt ein intelligentes Energiemanagementsystem (EMS), das Energieflüsse sichtbar macht und den Verbrauch, die Produktion und die Speicherung von Energie aufeinander abstimmt. So können Unternehmen ihre Energie effizienter einsetzen und Kosten senken. Für die praktische Erprobung sucht die Rey Technology AG fünf Unternehmen, bei denen das System installiert und unter realen Bedingungen getestet werden kann. Die EKT Energiestiftung unterstützt die ausgewählten Unternehmen bei der Einführung des EMS finanziell mit bis zu 50 Prozent der Gesamtkosten.
CO₂ dauerhaft aus der Atmosphäre entfernen
Mit einer Beteiligung an der Recoal AG, Zürich, fördert die EKT Energiestiftung einen neuartigen Ansatz zur dauerhaften CO₂-Entfernung. Das Unternehmen wandelt feuchte Restbiomasse mittels hydrothermaler Karbonisierung in einen stabilen, kohlenstoffreichen Stoff um. Dieser sogenannte Hydrochar soll anschliessend sicher im Untergrund eingelagert werden. So bleibt der darin gebundene Kohlenstoff langfristig der Atmosphäre entzogen. Ein Pilotprojekt in der Schweiz soll die Sicherheit und Dauerhaftigkeit der Speicherung nachweisen, die Grundlage für eine breitere Anwendung schaffen und das Potenzial für die spätere Umsetzung im Kanton Thurgau untersuchen.
Satelliten erkennen Schäden in Fernwärmenetzen
Wärmeverluste und Leckagen in unterirdischen Fernwärmeleitungen bleiben oft lange unentdeckt. Hier setzt das Projekt der LaGrand GmbH aus Bischofszell an, welches die EKT Energiestiftung ebenfalls unterstützt. Das Unternehmen entwickelt eine Lösung, die Satellitendaten mit weiteren Informationen verknüpft und mithilfe künstlicher Intelligenz auswertet. Damit sollen Schäden frühzeitig erkannt werden, ohne dass aufwendige Kontrollen vor Ort nötig sind. Fernwärmebetreibende können Unterhaltsarbeiten gezielter planen, Energieverluste reduzieren und die Versorgungssicherheit verbessern.
Neue Projekte jetzt einreichen
Die Förderstrategie der unabhängigen EKT Energiestiftung sieht die Unterstützung innovativer Ansätze rund um die erneuerbare Energieproduktion, die Energieeffizienz, die Energiespeicherung oder die Digitalisierung in der Energieversorgung vor. Zudem fokussiert sie sich auf die Bildung und fördert Angebote in den Bereichen Aus- und Weiterbildung, die das Wissen rund um Energie, Klima und die entsprechenden Zusammenhänge erweitern. Neue Fördergesuche können jetzt eingereicht werden.
Anträge, die bis zum 30. November 2026 bei der Stiftung eingehen, gelangen in die nächste Prüfrunde.
Die Eingabe kann erfolgen unter: www.ekt-energiestiftung.ch
Weitere Informationen zu den Projekten: www.ekt-energiestiftung.ch/projekte/