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Erfreuliches Jahresergebnis und personelle Wechsel im Verwaltungsrat der EKT Holding AG

11.06.2026

Die EKT Holding AG konnte an der Generalversammlung vom 11. Juni 2026 einen Unternehmensgewinn von 92,5 Millionen Franken vorlegen. Zudem wurden Peter Schütz nach 25 Jahren im Verwaltungsrat der EKT Holding AG, davon zehn Jahre als Präsident, sowie Josef Gemperle nach elf Jahren aus dem Verwaltungsrat verabschiedet. Zum neuen Verwaltungsratspräsident wurde Thomas Sigrist gewählt.

Die EKT-Gruppe hat im Berichtsjahr die Erwartungen grösstenteils übertroffen: Der Betriebsertrag stieg auf 295,6 Millionen Franken, das operative Ergebnis (EBIT) belief sich auf 3,0 Millionen Franken. Gleichzeitig entwickelte sich der Cashflow aus der Geschäftstätigkeit mit 97,5 Millionen Franken deutlich positiv.

Stabile Entwicklung trotz anspruchsvollem Umfeld
Die EKT-Gruppe hat ihren Kernauftrag, den Kanton Thurgau sicher und nachhaltig mit Energie und Daten zu versorgen, zuverlässig erfüllt. Dies ist dem grossen Engagement der EKT-Mitarbeitenden zu verdanken.

Die Geschäftsfelder Netz, Netzdienstleistungen, Digital Services sowie Produktion & Gebäude entwickelten sich erfreulich und übertrafen die Erwartungen. Herausforderungen bestehen weiterhin im Energiegeschäft, insbesondere aufgrund der hohen Preise für Ausgleichsenergie.

Markanter Zubau von Photovoltaikanlagen
Die EKT realisierte 2025 wiederum zahlreiche Photovoltaikanlagen. Neben verschiedenen kleineren Projekten im Thurgau wurden auch mehrere Grossanlagen in Betrieb genommen oder es wurde mit deren Bau begonnen. Besonders eindrücklich sind die Zahlen der von der EKT finanzierten Gross-PV-Anlage auf dem Aldi-Logistikzentrum in Domdidier: Sie umfasst 59 000 Quadratmeter (21 000 Module) und produziert mit einer installierten Leistung von 10 MWp jährlich rund 8 Gigawattstunden Strom. Damit handelt es sich um die grösste zusammenhängende PV-Dachanlage der Schweiz.

Investitionen in Infrastruktur und Energiewende
Der starke Zubau von Photovoltaikanlagen im Thurgau setzte sich auch im vergangenen Jahr fort und führte zu einem Rekord bei der Rückspeisung von 158 Megawatt (was in etwa der Leistung von 350'000 Photovoltaikmodulen entspricht). Um die steigenden Anforderungen durch Rückspeisungen an die Netzinfrastruktur und die Strombeschaffung zu bewältigen, plant die EKT den Bau von zwei Batteriespeichern. Diese sollen 2027 in Betrieb gehen und einen wichtigen Beitrag zur Netzstabilität leisten.

Die Nachfrage nach klimaneutral produzierter Wärme blieb auch 2025 auf hohem Niveau. Darauf hat die EKT bereits frühzeitig reagiert: Mit dem Bau einer Übergabestation können die beiden autonomen Fernwärmenetze in Aadorf seit November 2025 bei Bedarf zusammengeschlossen werden. Dies eröffnet zusätzliches Potenzial für neue Wärmekundinnen und -kunden.

Aus der Kierzek AG wurde die NEGXT AG
Da die Namensrechte am Namen Kierzek ausliefen, wurde für die Kierzek AG in Kreuzlingen ein neuer Markenauftritt entwickelt. Am 1. März 2025 wurde das Unternehmen – anlässlich seines 50-Jahr-Jubiläums – in NEGXT AG umbenannt. Mit der Integration der Edelmann Ingenieurbüro AG aus Thalheim an der Thur (ZH) konnte die NEGXT AG zudem mit zehn Elektroplanern verstärkt werden und gehört nun zu den grössten Elektroplanern der Ostschweiz.

In der EKT Energie AG übernahm Jürg Brumann per 1. Juli 2025 die Geschäftsführung von Nicolas Rohner. Dank verschiedener Massnahmen – darunter eine verbesserte Prognosegenauigkeit, zusätzliche Meteodienstleister und neue Prognosemodelle – gelang es, die Auswirkungen der hohen Preise für die Ausgleichsenergie (sehr kurzfristig verfügbare Energie, die benötigt wird, um die Lücke zwischen Produktion und Verbrauch auszugleichen, damit das Netz stabil bleibt) deutlich zu reduzieren und den Verlust der Vorjahre zu verringern.

Ein besonderer Meilenstein war die Fertigstellung des neuen Betriebsgebäudes in Sulgen Ende 2025 nach rund zweieinhalb Jahren Bauzeit. Der Bezug des modernen Gebäudes mit Minergie-A-Standard erfolgte planmässig Mitte Januar 2026: Rund 70 Arbeitsplätze wurden von Arbon nach Sulgen verlegt, während am Standort Arbon weiterhin 14 Personen arbeiten.

Rücktritt nach 25 und elf Jahren im Verwaltungsrat
Nach 25 Jahren im Verwaltungsrat, davon zehn Jahre als Präsident, trat Peter Schütz an der Generalversammlung 2026 zurück. Er prägte die Entwicklung der EKT über ein Vierteljahrhundert hinweg entscheidend und stellte wichtige strategische Weichen.

Auch Josef Gemperle, seit 2015 Mitglied des Verwaltungsrates, trat nach elf Jahren aus dem EKT-Verwaltungsrat zurück.

Regierungsrat, Verwaltungsrat, Geschäftsleitung sowie die Mitarbeitenden der EKT danken den beiden zurückgetretenen Verwaltungsräten für ihr langjähriges und engagiertes Wirken.

Zum neuen Verwaltungsratspräsidenten wurde Thomas Sigrist gewählt, der seit 2025 Mitglied des Gremiums ist. Thomas Sigrist ist als Unternehmer im Gesundheitswesen tätig und verfügt über Führungserfahrung in verschiedenen Branchen. Er hat während seiner langjährigen Beratungstätigkeit diverse Projekte für nationale und internationale Energieversorgungsunternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette begleitet.

Für die zwei freiwerdenden Sitze wurden Mevina Feuerstein und Roland Keller in den Verwaltungsrat der EKT Holding AG gewählt. Mevina Feuerstein arbeitet in einem Ingenieurbüro in Zürich und ist auf Unternehmensentwicklung sowie Strategieberatung im Energiebereich spezialisiert. Roland Keller ist ein auf Wirtschaftsrecht spezialisierter Partner eines Thurgauer Rechtsanwaltsbüros.

Fazit zum Geschäftsjahr 2025
Das Geschäftsjahr 2025 war für die EKT Holding AG ein Erfolgreiches. Der operative Betrieb verlief erfolgreich: Die Netze sind in einem ausgezeichneten Zustand und die Versorgung mit Strom, Daten und Wärme war jederzeit gewährleistet.

Dieses hohe Niveau ist das Ergebnis konsequenter Investitionen, klarer Prozesse und grossen Engagements aller Beteiligten.

Die EKT-Gruppe ist strategisch gut positioniert. Der Fokus liegt weiterhin auf dem Ausbau erneuerbarer Energie, der Weiterentwicklung digitaler Dienstleistungen sowie der Stärkung der Netzinfrastruktur.

 

 

Die Medienmitteilung im .pdf-Format finden Sie hier.