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Sichere Versorgung mit Energie und Daten als Kernaufgabe

Die EKT-Gruppe konnte im Geschäftsjahr 2019 den Gewinn deutlich steigern. Nach einem Wechsel an der Führungsspitze soll das Unternehmen mit einer angepassten Strategie fit für die Zukunft gemacht werden.

Titel-Foto des EKT-Konzernberichts 2020.

3. Juni 2021

Egal ob beim Netz, bei der Telekom oder Energie: Die EKT-Gruppe konnte 2019 in allen Geschäftsbereichen ein positives Ergebnis erzielen und der Generalversammlung am Mittwoch einen Unternehmensgewinn von 10,5 Millionen Franken vorlegen – vier Millionen Franken mehr als budgetiert. Dazu beigetragen haben auch die steigenden Kurse an den Finanzmärkten. Das Betriebsergebnis belief sich auf 5,7 Millionen Franken. Die Generalversammlung genehmigte sowohl den Konzernbericht als auch die Jahresrechnung einstimmig.

Eine erfreuliche Entwicklung konnte auch bei den strategischen Beteiligungen mit dem Kauf von 27,83 Prozent der Aktien der esolva ag verzeichnet werden. Diese entstand aus der Fusion der drei Energiedienstleister EcoWatt AG, SACIN AG und SWIBI AG – an letzteren beiden war die EKT Holding AG mit 40 respektive 22,5 Prozent beteiligt.

Wechsel in der Konzernleitung
Am 1. Juli wurde Martin Simioni neuer Vorsitzender der Geschäftsleitung und übernahm damit die Nachfolge von Jolanda Eichenberger, welche die EKT-Gruppe Ende Mai nach 9 Jahren verliess. Mit dem Wechsel in der Konzernleitung wurde auch die Unternehmensstrategie überprüft und an die aktuellen Herausforderungen angepasst. An erster Stelle steht die Versorgungssicherheit, welche die EKT in enger Partnerschaft mit den rund 100 Energieversorgungsunternehmen (EVU) im Kanton gewährleistet. Weiter richtet sie sich an den Kundenbedürfnissen aus, die sich aus der Energiewende ergeben: die Dezentralisierung der Energieversorgung mit Photovoltaik und Speichern, die Dekarbonisierung von Gebäudewärme und Mobilität sowie die Digitalisierung. Um letztere im Kanton voranzutreiben, ist die EKT eine strategische Partnerschaft mit dem Verein Smarter Thurgau eingegangen.

Neue Geschäftsbereiche, neue Services
Mit der Energiewende verlagert sich der Fokus von Kraftwerken und Netzen zu Photovoltaikanlagen und intelligenten Gebäuden. Der neue Geschäftsbereich «Produktion und Gebäude» der EKT spezialisiert sich entsprechend auf Photovoltaikanlagen, Speicher-Lösungen, E-Ladestationen und sogenannte Zusammenschlüsse zum Eigenverbrauch (ZEV).
Das Datacenter Thurgau und die Telekommunikation wurden im Geschäftsbereich «Digital Services» zusammengefasst. So können Synergien genutzt und gemeinsam mit Partnern Gesamtlösungspakete für Unternehmen, Schulen und Verwaltungen angeboten werden. Vor dem Hintergrund der aktuellen Cyber-Risiken nimmt die Sicherheit eine zentrale Rolle im Dienstleistungsangebot der EKT ein.

Modulares Dienstleistungspaket für selbständige EVU
Anspruchsvoller wurde das Umfeld in den vergangenen Jahren auch im Geschäftsbereich Netze. Um den gestiegenen Anforderungen gerecht zu werden, haben viele EVU Tätigkeiten wie das Messwesen, die Netz- und Projektplanung oder die Energiebeschaffung ausgelagert. Um das Zusammenspiel der einzelnen Leistungserbringer zu optimieren, hat die EKT AG ein modulares Betriebs-, Planungs- und Führungskonzept entwickelt. Damit können sämtliche Dienstleistungen für einen sicheren und wirtschaftlichen Netzbetrieb der EVU in Zusammenarbeit mit lokalen Elektroinstallationsunternehmen angeboten werden. Die EVU fällen alle strategischen Entscheide und sind in der Wahl der Subunternehmen für Arbeiten wie Unterhalt, Instandhaltung oder Messwesen frei.

Prognose um 15 Prozent verbessert
Bei der EKT Energie AG lag der Fokus 2019 auf dem Ausbau des Dienstleistungsgeschäftes und damit dem Umbau des Geschäftsmodells vom Stromanbieter zum Dienstleister. Im Zentrum standen dabei die Weiterentwicklung der Beschaffungsstrategie und der Ausbau der energiewirtschaftlichen Dienstleistungen. So optimierte sie beispielsweise die Messdatenverarbeitung, welche die Grundlage für eine genaue Prognose bildet. Diese konnte dank einer detaillierten Analyse der Verbrauchsstatistik und der geographischen Zuordnung der Kunden weiter verbessert werden – und zwar um rund 15 Prozent. Auch setzte die EKT Energie AG neue Technologien ein, mit denen Daten noch zuverlässiger empfangen werden können.

Nach der Migros Schweiz hat die EKT Energie AG weitere Grosskunden von sich überzeugen können: Für die SBB übernimmt sie ab 2020 die gesamte Portfolioverwaltung, für die EKS in Schaffhausen den Stromeinkauf und weitere energiewirtschaftliche Dienstleistungen.